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Alliance Storage will Plasmon-/UDO-Disks reaktivieren

Das US-Unternehmen Alliance Storage Technologies (ASTI), das Anfang 2009 aus der insolventen Plasmon die Insolvenzmasse herauskaufte (speicherguide.de berichtete), will die optischen Speichersysteme wiederbeleben. Für 2012 wird eine neue Produktlinie avisiert, wobei Demo- und Testprodukte evtl. schon 2011 verfügbar werden sollen.

Konkretere Einzelheiten über die neue Produktlinie wollte ASTI noch nicht bekannt geben. Doch die Roadmap sehe vor, dass die Kapazitäten von Librarys um bis zu 800 Prozent steigen sollen. Mit der Ankündigung der neuen Produktlinie betont ASTI auch sein Engagement auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen hat kürzlich Craig Hatter als Director of EMEA Sales eingestellt. Hatter war lange Jahre Director of Sales bei der untergegangenen britischen Plasmon.

Immerhin: ASTI kündigte zwischenzeitlich diverse Upgrades an

Mit den »alten« Plasmon-Systemen scheint ASTI jedenfalls einigermaßen erfolgreiches Geschäft zu generieren. Im laufenden Jahr stiegen bislang eigenen Angaben zufolge die Gewinne. Dienstleistungen und Ersatzteile für die von Plasmon entwickelten UDO-Optical-Disk-Systeme werden weltweit angeboten. Immerhin schaffte man es auch, die Plasmon-Produktfamilie weiterzuentwickeln und Upgrades der »Archive Appliance«-Software, Selbstdiagnose-Funktionen sowie erweiterte Such- und Management-Features einzuführen.

Aber: Die LTO-Konkurrenz ist schon um Längen voraus

Ob aber angesichts neuer Optical-Disk-Roadmaps die Archivierungsbranche in größerem Umfang noch mal zur UDO-/Plasmon-Technologie zurückkehrt, wagen wir trotzdem zu bezweifeln. Die letzte UDO-2-Technologie kam auf 60 GByte pro Medium. Mit einer avisierten 800-Prozent-Steigerung käme man also auf rund 480 GByte.

Nicht schlecht – aber die Tape-Branche ist schon um Längen weiter. Mit der LTO-5-Technologie, die derzeit auf dem Markt eingeführt wird, übersprang man klar die TByte-Grenze. Und bis 2012 steht mit LTO-6 der nächste Kapazitätssprung an. Tape-Librarys dringen nun massiv in den PByte-Bereich vor – das ist unter konkurrenzfähigen Kosten mit Optical-Disk-Librarys einfach nicht zu schaffen.

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